Technisches Hilfswerk

Das THW auf der RETTmobil 2013

Gelnhausen (thw). Auch die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) ist wieder auf der RETTmobil vertreten, die in diesem Jahr vom 15. – 17. Mai 2013 auf dem Gelände der Messe Fulda stattfindet. Das THW präsentiert sich dort auf dem Außengelände.

Die Struktur des THW ist weltweit einmalig: Organisatorisch gehört das THW als Bundesanstalt zum Geschäftsbereich des Bundesministers des Innern. Jedoch sind nur ein Prozent der Mitarbeiter hauptamtlich für die Behörde tätig. 99 Prozent der THW-Angehörigen arbeiten ehrenamtlich im THW. In 668 Ortsverbänden, verteilt auf 8 Landesverbände, engagieren sich bundesweit mehr als 80.000 Helferinnen und Helfer in ihrer Freizeit, um Menschen in Not kompetent und engagiert Hilfe zu leisten. Sie werden durch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den bundesweit 66 Geschäftsstellen bei ihrer Arbeit unterstützt.

Der Standort der RETTmobil in Fulda gehört zum THW-Geschäftsführerbereich Gelnhausen (THW Osthessen), dem 10 Ortsverbände in Alsfeld, Bad Orb, Erlensee, Fulda, Gelnhausen, Hünfeld, Lauterbach, Neuhof, Steinau an der Straße und Wächtersbach angehören. Die Schwerpunkte des THW in der Region liegen bei den Fachgruppen Beleuchtung, Elektroversorgung, Führung & Kommunikation, Infrastruktur, Logistik, Ortung, Räumen, Sprengen und Wasserschaden/Pumpen. Zudem verfügt der THW-Ortsverband Gelnhausen über einen von bundesweit 4 Mastkraftwagen mit einem auf 45 m Höhe ausfahrbaren Funkmast.

Das Technische Hilfswerk passt bereits seit sechs Jahrzehnten seine Strukturen flexibel den sich ändernden Gefahrenlagen an. Modernes Einsatzgerät und gut ausgebildete Spezialisten sind Grundlage der hohen Effizienz - in Deutschland und in der ganzen Welt.
Ein wesentliches Augenmerkt der Arbeit des THW für 2013 im Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland für 2013 liegt im Bereich der Wassergefahren. So findet am 7. September 2013 in Frankfurt am Main eine große Brückenbauübung des THW unter dem Namen „Pons Navalis MMXXIII“ statt.

Im Rahmen des Katastrophenschutz-Tages in Frankfurt werden die Fachgruppen Wassergefahren aus dem Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland eine 150 Meter lange Schwimmbrücke über den Main bauen. Hierzu wird die Schifffahrt mehrmals am Tag für mehrere Stunden gesperrt, damit die Besucher auch genügend Zeit haben, über diese Brücke zu laufen. Außerdem wird auf der "blauen Ausstellungsmeile" das THW seine Einsatzmöglichkeiten präsentieren. Die Besucher können selbst Ihre Fähigkeiten z.B. bei der Herstellung von "Mainwasser" zu "Trinkwasser" testen. Auch für die "kleinen Besucher" ist durch die THW-Jugend mit Spaß und Spiel gesorgt. Am KatS-Tag sind außerdem die Feuerwehren der Stadt Frankfurt, ASB, DLRG, DRK, JUH, Malteser, sowie die Polizei mit weiteren Ausstellungen und Präsentationen beteiligt.

Auch international ist das THW in vielen Einsätzen tätig, so nicht nur bei Katastrophen wie den Tsunami-Unglücken in Südostasien und Japan oder zahlreichen Erdbebeneinsätzen. So ist das THW momentan im Einsatz in Jordanien. Der Flüchtlingsstrom aus Syrien in die Nachbarländer reißt nicht ab. Rund 80.000 Flüchtlinge leben mittlerweile im Camp al Za´atari nahe der syrisch-jordanischen Grenze. Das THW-Team arbeitet ununterbrochen daran, die Lebensbedingungen der Flüchtlinge in der Zeltstadt zu verbessern. Im Schnitt haben allein in Jordanien bislang 250.000 Menschen Zuflucht gefunden. In den vergangenen Tagen kamen zwischen 1.700 und 4.600 neue Flüchtlinge pro Nacht in die jordanische Zeltstadt. Mehr als 130.000 Flüchtlinge sind offiziell registriert, rund 80.000 davon leben im Camp. Das THW setzt im Auftrag des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) alles daran, die Bedingungen und den Alltag der Flüchtlinge im Camp zu verbessern. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem, weitere Sanitäranlagen zu errichten und bestehende instand zu halten sowie das Drainagesystem auszubauen. Damit sollen Überschwemmungen wie im Januar verhindert werden. Starke Regenfälle hatten zu Jahresbeginn weite Teile des Flüchtlingscamps überflutet. In einigen Bereichen stand das Wasser bis zu 15 Zentimeter hoch in den Zelten. Das THW-Team reagierte mit Soforthilfemaßnahmen und stellte in den neu besiedelten Arealen Trinkwasser- und Sanitäranlagen zur Verfügung. Dabei unterstützten Satellitenbilder des Zentrums für satellitengestützte Kriseninformation die Arbeit des THW vor Ort. Die Bilder wurden durch eine Kooperation zwischen dem Bundesministerium des Innern und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt erstellt. Mit den Satellitenbildern konnte die Lage im Camp schnell und umfassend analysiert werden. Inzwischen haben sich die Wetterbedingungen verbessert. Bislang zieht das THW eine positive Bilanz seiner Projektarbeit in Jordanien: 417 Sanitäreinheiten mit rund 1.000 Toiletten und Duschen wurden seit Eröffnung des Flüchtlingslagers im Juni 2012 errichtet. Hinzu kommen fast 150 Kücheneinheiten mit jeweils zwei Gemeinschaftsküchen. Mittlerweile waren über 110 THW-Kräfte im Einsatz. Finanziert wird das Projekt durch das Auswärtige Amt, UNICEF und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR). Die Bundesregierung stellte am 28. Februar weitere fünf Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung. Mit den zusätzlichen humanitären Hilfsgeldern unterstützt die Bundesregierung neben dem Einsatz des THW in Jordanien Maßnahmen des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes in Syrien und den Nachbarländern.

RETTmobil 2018
Eintritt: 15 Euro
Park kostenlose Besucherparkplätze
Bus Kostenloser Shuttle-Bus
Anfahrt Wolf-Hirth-Straße, 36041 Fulda

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